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{Rezension} Donner


Donner // Жнецы ветра
Die Chroniken von Hara #3
von Alexey Pehov
Klappbroschüre // 480 Seiten
ISBN: 9783492702713
Preis: 16,99€
Nachdem Lahens Leben ein grausames Ende gesetzt wurde, kennt Ness nur noch ein Ziel: Er will die Mörder finden und Rache für den Tod seiner Frau nehmen. Dafür muss er einen gefährlichen Pakt mit dem Feind schließen einzig Shen, Lahens Schüler, steht an Ness Seite. Doch als Träger eines ebenso lichten wie dunklen Funkens gerät Shen nicht nur in das Visier der Verdammten: Auch die Schreitenden fürchten seine alte Magie, weil sie den Niedergang ihrer jetzigen Macht bedeutet. Welche Verbündeten können Ness und Shen in dieser gefährlichen Lage um sich scharen? Und wem von ihnen können sie wirklich vertrauen?
Wow. Mehr hat einfach nicht in meinen Kopf gepasst als ich die letzte Seite hinter mir hatte. Als ich vor etwa anderthalb Jahren Wind las, hätte ich niemals damit gerechnet, dass ich diese Reihe so gut finden würde. Natürlich, schon damals deutete sich an, wie viel Potenzial die Bücher besaßen, und ich rechnete stark damit, dass sich die Reihe gut entwickeln würde, aber ich hätte nicht erwartet, wie sehr sie mir ans Herz wachsen würde.

Aber beginnen wir ganz von vorn. Nach dem Tod seiner großen Liebe Lahen (der übrigens einen furchtbaren Cliffhanger ans Ende des zweiten Teils setzt), möchte unser Protagonist Ness wie im Klappentext ja beschrieben nach den Mördern seiner Frau suchen. Schon bald stellt sich allerdings heraus, dass das weniger einfach wird, als er sich das vorgestellt hat. Mit einer immer größer werdenden und vor allem bunten Gruppe begibt er sich nach Norden, um in ein Gebiet zu gelangen, das noch nicht von den Verdammten eingenommen wurde. Und diese Reise ist, wer hätte es gedacht, nicht gerade ein Zuckerschlecken.

Ich muss sagen, wenn man noch einmal drüber nachdenkt, passiert nicht sonderlich viel auf den knapp 500 Seiten. Ness und seine Gefährten ziehen ein wenig durchs Land und erfahren einige Dinge. Und das war's irgendwie. Also ist es noch viel erstaunlicher, dass es einfach nicht langweilig wird. Alle fünf Seiten erfährt man neue Dinge über diese erstaunliche magische Welt und ihre Historie, und vor allem die Magie, die ich bisher nie in einem solchen Ausmaß kennengelernt habe. Noch beim Lesen der ersten beiden Teile ertappte ich mich mit dem Wunsch, Pehov würde ein wenig mehr auf die Magie eingehen, die er zwar anschnitt und so interessant und durchdacht darstellte, aber nie wirklich erläuterte. Umso erfreuter war ich, als es in Donner dann endlich losging. Man erfährt, wie die Magier ihren Funken anwenden, dass sie gewissermaßen Geflechte bilden, bzw. weben, und damit Zauber bewirken. Man erfährt Einzelheiten über den Skulptor und die Vergangenheit, vor allem natürlich durch Thia.

findet ihr nicht auch die
deutschen Cover viel schöner?
Was mich zu den Charakteren bringt. Dieser Band war äußerst aufschlussreich, da er phasenweise auch auf Charaktere einging, die man bis jetzt kaum wahrgenommen hatte. Zum Beispielt die Sichtweise der einzelnen Verdammten, von denen man bis dahin nur gehört oder sie durch Thias Augen gesehen hatte. Auch wenn sich die "Hauptsichtweise" in diesem Band eher auf Ness beschränkte, statt ebenfalls auf Thia, Luk und Ga-nor, erhielt man in gewisser Weise mehr Einsicht in die Dinge. Allerdings war es schade, dass der Autor es scheinbar nicht mehr für nötig hielt, auf Thia einzugehen, da sie sich ja die ganze Zeit in Ness' Nähe befand. Denn um ehrlich zu sein war die Verdammte eine der ersten Figuren, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe.

Die Spannung wird eben durch diese kleinen Dinge erzeugt. Durch die Entwicklung der Charaktere, die Einzelheiten über die Magie, das Wachsen der Gruppe und Hinzukommen weiterer vielschichtiger Figuren und gleichzeitig weitere Zeit mit altbekannten Gesichtern. Beim Lesen sind mir mit einem Mal wieder viele Gründe eingefallen, warum ich High Fantasy so sehr liebe und fremde Welten einfach zu meinen liebsten gehören. Und allein dafür bin ich dem Buch unheimlich dankbar, mal abgesehen von den wundervollen Stunden, die ich in einer Welt voller Magie verbringen durfte.
Wer High Fantasy wie ich liebt, der wird hier garantiert eine schöne Reihe finden. Allerdings braucht man beim ersten Mal Lesen von Band 1 und auch 2 ein wenig Geduld und Fantasie für das, was noch kommt. Der Schreibstil ist sehr einfach, wenn man die vielen Fantasybegriffe mal außer Acht lässt, die Charaktere sehr vielschichtig und interessant und die Welt, in der die Geschichte spielt, ist einfach nur fantastisch. Spätestens ab diesem Teil liebe ich die Reihe und bin so froh, sie komplett (und allesamt Erstausgaben *Stolz*) im Regal stehen zu haben!

{Rezension} Grischa #1 Goldene Flammen


Goldene Flammen // Shadow and Bone
Grischa #1 // The Grisha #1
von Leigh Bardugo
Gebunden mit Schutzumschlag // 352 Seiten
ISBN: 9783551582850
Preis: 17,90€
Alina ist einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren. Dass sie heimlich in Maljen verliebt ist, ihren besten Freund seit Kindertagen, darf niemand wissen. Schon gar nicht Maljen selbst, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm.

Bei einem Überfall rettet Alina Maljen auf unbegreifliche Weise das Leben. Doch was sie da genau getan hat, kann sie selbst nicht sagen. Plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wird zum mächtigsten Grischa in die Lehre geschickt. Geheimnisvoll und undurchschaubar, wird er von allen der Dunkle genannt. Aber wieso fühlt sie sich von ihm so unwiderstehlich angezogen?

Und warum warnt Maljen sie so nachdrücklich vor dem Einfluss des Dunklen?
Schon seit sehr, sehr langem habe ich kein Buch mehr so schnell durchgelesen wie Grischa. Und zwar habe ich nur einen Tag und eine halbe Nacht gebraucht. Natürlich, für einige mag das immer noch sehr viel klingen, aber da ich die letzten Bücher immer in einem sehr langen Zeitraum bewältigte, ist das wirklich überraschend wenig für mich.

Ich wusste wirklich überhaupt nicht, was ich von Grischa zu erwarten hatte, da ich mir vor dem Kauf keine einzige Rezension dazu durchgelesen hatte und danach auch nicht. Ich sah es einfach in meiner Buchhandlung und dachte "nimm es doch einfach mit", da meine beiden Cousinen schon davon gesprochen hatten, die eine mehr, die andere weniger begeistert, aber beide durchaus nicht negativ gestimmt und deshalb kaufte ich es mir dann wirklich. Und als ich dann gestern, glücklich über den Beginn der Ferien und endlich mehr Lesezeit, kurzerhand Grischa aus dem Regal zog, las ich es praktisch ohne große Unterbrechungen durch.

Wahrscheinlich lag es an der Mischung aus der immerwährenden, mal mehr mal weniger großen Spannung, dem flüssigen Schreibstil, der trotz einiger erfundener Wörter wirklich angenehm leicht zu lesen war, und dieser Ungewissheit, was als nächstes geschehen würde. Vielleicht liegt es auch an mir, dass ich offfenbar meist auf dem falschen Dampfer war und gedanklich in eine ganz andere Richtung ging, aber die Kehrtwenden überraschten mich immer wieder, auch wenn meine Vermutungen sich am Anfang noch zu bestätigen schienen. *SPOILER*Zum Beispiel dachte ich - wenn auch ein wenig stirnrunzelnd, da es ja etwas kopiert wäre -, dass sich zwischen dem Dunklen und Alina eine ähnliche Beziehung wie zwischen Akkarin und Sonea in den Büchern von Trudi Canavan aufbauen würde, was ja dann nicht der Fall war.*SPOILER ENDE*

Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass die Protagonistin Alina alles andere als eine Stereotype war. Na klar, sie hat auch das Mädchen heraushängen lassen, das immer und ewig in ihren wahnsinnig gutaussehenden, lustigen und zuvorkommenden besten Freund verliebt ist, aber alles in allem war sie wirklich eine besondere Person. Und das machte es mir möglich, mich in sie hineinzuversetzen und immer eine Mischung aus Sympathie und Mitleid für sie zu empfinden. Was dabei nicht zu kurz war, war die Menschlichkeit, die sie mit ihren Macken und teilweise auch falschen oder eben nicht ganz richtigen Entscheidungen ausstrahlte. Denn Bardugo machte aus Alina keine unfehlbare und perfekte Sonnenkriegerin, sondern ein normales Mädchen, das einfach in eine Situation hineingeworfen wurde, in der sie sich selbst kaum zu helfen weiß.

Ein bisschen habe ich schon angedeutet, dass Maljen anscheinend vom Charakter her etwas kürzer gekommen ist als einige andere, denn er ist eben wirklich der gutaussehende Typ, in den die Mädchen einfach verliebt sein müssen, genauso wie es Alina ja auch geht. Und auf wundersame Weise erkennt er auf einmal auch seine Liebe zu ihr. So dargestellt klingt das ganze einfach nur blöd, aber ich finde, dass Bardugo daraus eine wunderbare Romanze erschaffen hat, die man sich irgendwie auch selbst wünscht. Das Gefühlschaos, das in Alina herrschte, war wirklich ziemlich gut nachzuvollziehen und ich musste immer lächeln, wenn Maljen endlich wieder aufgetaucht ist oder wenn zwischen ihnen wieder irgendein Fortschritt zu sehen war.
Eine gezielte Mischung aus Spannung, unerwarteten Wendungen, einem guten Schreibstil, einer wunderschönen Romanze und Protagonisten, die zum größten Teil einfach einnehmend [gut oder böse] sind, schafft eine wirklich wunderbare Leseatmosphäre. Ich freue mich schon wahnsinnig auf den zweiten Teil!

{Rezension} Der Falke von Aryn

Der Falke von Aryn
von Richard Schwartz
Klappbroschüre // 560 Seiten
ISBN: 9783492702799
Preis: 16,99€
Ein dunkler Schatten liegt über der Stadt Aryn: Der sagen umwobene Falke, ein mächtiges Artefakt der Göttin Isaeth, wurde gestohlen – und damit das empfindliche Gleichgewicht zwischen Macht, Intrige und Verrat ins Wanken gebracht. Die Soldatin Lorentha wird nun in die kaiserliche Enklave entsandt, um den Falken mit allen Mitteln zurückzugewinnen. Doch sie ist nicht die Einzige, die nach dem wertvollen Artefakt sucht: Der Magier Lord Raphanael wird Lorentha gegen ihren Willen als Beobachter zugeteilt – und sorgt mit seiner leichtfertigen Art dafür, dass die disziplinierte Soldatin vor ihrer größten Prüfung steht. Werden sie sich in den dunklen Gassen Aryns behaupten oder mit dem Falken untergehen?
Also - so langsam versteh ich wirklich nicht mehr, warum viele meinen, Literatur aus deutscher Feder sei nicht wirklich lesenswert. Denn ich finde: deutsche Literatur gehört mit zur lesenswertesten auf der Welt! Sabrina Qunaj, Kai Meyer, Cornelia Funken, Ralf Isau - und jetzt auch Richard Schwartz gehören zu meinen absoluten Favoriten!

Auch wenn ich wahnsinnig lange für dieses Buch gebraucht habe - es lag an allem, nur nicht am Buch selbst. Zeitmangel war einer der Hauptgründe dafür. Am liebsten aber hätte ich das Buch gar nicht aus der Hand gelegt.

Das lag vor allem daran, dass mir die Protagonistin Lorentha so sympathisch war und mir mit der Zeit total ans Herz gewachsen ist. Mit ihrer etwas barschen und herrischen Art ist sie so ganz anders als die anderen farblosen Damen in ihrem Zeitalter, womit Schwartz sie wunderbar herausarbeitet und ihr ganz andere Charakterzüge geben kann. Zum Beispiel die innere Verschlossenheit, die doch so anders ist als die anderer Frauen, nämlich ehrlich gemeint, nicht aus Wohlerzogenheit und gespielter Scham.
Außerdem mochte ich ihre direkte Art sehr gern und die ganzen weiteren Sympathiepunkte, die sie im Laufe der Zeit sammelte - und das richtete der Autor so ein, dass sie zwar dem Leser sympathischer wurde, sie aber nicht, wie Protagonisten es so häufig tun, nichtsahnend und von allen geliebt durch die Welt lief und sich gar keine Feinde machte, sondern sie sich tatsächlich nur mit denen anfreunden konnte, die ihr sehr nahe standen - machten es mir sehr leicht, sie im Lauf der Wochen fest ins Herz zu schließen. Es tut mir beinahe weh, dass ich nichts mehr von ihr und Raphanael lesen werde, der bei mir einen ähnlich guten Eindruck hinterließ. Ich weiß nicht mal, woran es lag. Vielleicht an der aufgeschlossenen Art, woebi er dennoch nicht allzu zugänglich war, oder die Mühe, mit der er sich um Lorentha kümmern wollte. Oder einfach der Umstand, dass Lorentha und Raphanael so gut zusammenpassten, dass ich mich einfach nur fragte, wann es endlich so weit sein würde.

Tolle Charaktere hin oder her, ein bisschen was zur Geschichte an sich möchte ich natürlich auch noch sagen. Wie ich schon sagte, gehört für mich deutsche Literatur mittlerweile auch ganz nach oben. Zumindest was (High-)Fantasy angeht. Denn dort sprühen unsere Autoren nur so vor Fantasie, die zu Teilen auch überhaupt nicht von den Amerikanern kopiert wird, da deutsche Literatur öfter mal hier in Deutschland bleibt oder nicht so ganz den Durchbruch schafft und eben eher zum Geheimtipp wird. Das ist auch hier ganz stark der Fall, denn Schwartz warf mit unerwarteten Wendungen und Fantasieauswüchsen nur so um sich - und das praktisch auf diskrete und ordentliche Art un Weise, wenn ihr versteht, was ich meine. Es wirkte nicht überfüllt und zu viel ausgedacht, sodass es jetzt unwahrscheinlich wurde, sondern es passte einfach, selbst mit einer andern Religion.

Was ich etwas schade fand, war, dass die verschiedenen Arten der Magie und die ganzen Orten die ganze Zeit über verschwommen und undurchsichtig blieben. Sie wurden zwar immer wieder angesprochen, aber nie richtig auf sie eingegangen, überhaupt nicht so sehr auf die Magie, die für mich mit zu den interessantesten Sachen zählte, da ich von so einer Art von Magie noch nicht gelesen hatte. Die Ausführung der Magie war vollkommen neu und originell, weshalb ich gern mehr darüber erfahren hätte, aber leider gibt es ja auch keine Fortsetzung...
Der Falke von Aryn ist wirklich ein inspirierendes Buch mit vielen neuen Ideen und Einfällen. Etwas schade, dass vor allem die Aspekte der Magie und eingflochten wurden, ohne das es schien, als hätte sich der Autor wirklich viele Gedanken darüber gemacht.

{Rezension} Göttlich verloren

Göttlich verloren // Dreamless
von Josephine Angelini
Göttlich 02
Gebunden mit Schutzumschlag // 512 Seiten
ISBN: 9783791526263
Preis:19,95€
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich!
Um ehrlich zu sein hatte ich ziemliche Bedenken dieses Buch zu lesen. Schließlich lassen die Kräfte von einmaligen Bestsellerautoren schon beim zweiten Band nach. Ich bin ja sowas von froh, dass eher genau das Gegenteil auf Angelini zutraf und sie eher noch mehr Fahrt aufnahm.

Was mich am ersten Teil noch störte, war im zweiten Band wie weggewischt. Angelini schien vor Ideen nur so übergesprudelt zu sein und keine anderweitige Inspiration mehr benötigt zu haben. Es kamen wahnsinnig viele neue Dinge dazu, die sich aber nicht unverständlich anhäuften, sondern sich problemlos und logisch in die Handlung einfügten.

Das wichtigste - zumindest für mich - war in diesem Buch die Liebe zwischen Lucas und Helen. Man merkt, sie sind das perfekte Paar und es könnte auch alles perfekt sein, aber Daphne muss ja Helen und alle anderen in dem Glauben lassen, Helen wäre Lucas' Cousine (kein wirklicher Spoiler, das kommt schon sehr früh heraus, dass das nicht wirklich so ist, nur der Vater bleibt ein Geheimnis). Und dementsprechend blöd verhalten sich dann auch alle. Ich meine, wenn Liebe so stark ist, dann ist es ja wohl egal, ob sie nun verwandt sind oder nicht! Und dass dann auch noch Lucas Helen so weh tun musste, nur damit sie kein Paar sind... Mann, ich hätte Lucas am liebsten umarmt und geschlagen zugleich. Aber wenigstens wissen sie von ganzem Herzen, dass sie sich lieben und sich niemand - auch nicht dieser doofe Orion - zwischen sie drängen kann. Ich habe gemerkt, ich habe immer was gegen die Typen, die sich zwischen das süße Pärchen in den Büchern drängen will. Puck in Plötzlich Fee, Peeta in Panem Julien in Pandemonium,...

Die Charaktere waren wieder hinreißend. Endlich sind sich Matt udn Ariadne, Claire und Jason näher gekommen. Lucas ist einfach nut toooooll (mädchenhaft seufz) und Helen mag sich zwar selbst nicht, aber so viele Opfer, wie sie bringt, versteh ich überhaupt nicht, was Jase gegen sie hat.

Und dieses Mal war ich ans Buch gefesselt. Morgens, Tagsüber, Nachts, Abends, immer musste ich lesen, weil das Buch einfach durchgehend spannend war, immer gab es neue Situationen zu bewältigen, immer neue Gefahren und immer stand es anders um Helen und Lucas. Automedon hat mich ganz besonders aufgeregt.

Aber nochmehr das Ende.

*SPOILER*
Ausgerechnet kurz nachdem Helen, Lucas und Orion Blutsbrüder geworden sind und die Häuser Theben, Atreus, Rom und Athen somit vereint waren, also ein Krieg bevorstand, und Helen Ares in den Tartaros verbannt hat, ist Schluss. Ich meine Hallo?! Klar soll es spannend sein bis zum nächsten Teil, aber wenn der erst im Frühjahr nächsten Jahres erscheint - wie soll man denn das bitteschön überleben?!
*SPOILER ENDE*
Dieser Teil der Trilogie hat mich vollkommen überzeugt und ich warte begierig auf den letzten Teil der Reihe. Die liebenswürdigen Charaktere und die gesamte Geschichte werde ich bis dahin sehr vermissen und allen, die das Buch noch nicht gelesen haben, kann ich es nur ans Herz legen - ich fand es wirklich schön.

{Rezension} About Ruby


About Ruby // Lock and Key
von Sarah Dessen
Taschenbuch // 544 Seiten
ISBN: 3423782420
Preis: 7,95 €
Eben noch hat Ruby in einer unbeheizten Bruchbude gehaust. Und jetzt? Luxuriöse Villa, schicke Privatschule, teure Klamotten... Seit ihre Mutter verschwunden ist, lebt Ruby bei ihrer Schwester Cora und deren Mann Jamie, einem Internet-Millionär. Die beiden bieten ihr ein neues Leben, aber Ruby will sich nicht kaufen lassen. Zu tief sitzt der Schmerz, dass Cora sie vor zehn Jahren verlassen hat. Doch als sie den coolen Nate von nebenan kennenlernt, beginnt sie aufzutauen.
About Ruby ist mein erstes Buch von Sarah Dessen gewesen und es hat mich wieder auf das Genre Contemporary aufmerksam gemacht. Ein Genre, welches ich sehr gerne lese, aber ein schlechtes Buch kann mir ziemlich den Spaß an dem Genre verderben.

Zum Glück war das bei About Ruby nicht so. Ich kann mir vorstellen, dass manche es vielleicht langatmig finden oder, dass sie keinen Spannungsbogen hat. Das finde ich auch an manchen Stellen, aber in dieser Geschichte steht auch nicht die Handlung im Vordergrund. Ich glaube sie ist einfach das Mittel zum Zweck. Hier geht es eigentlich nur um die Personen.

Im Vordergrund ist natürlich Ruby. Ich konnte sie sehr gut verstehen. Durch die kurzen Rückblenden am Anfang versteht man sehr gut warum Ruby so Einzelgängerisch und Reserviert ist. Warum sie Cora, ihrer Schwester, misstraut und am liebsten sofort wieder abhauen möchte. Aber auch Cora und ihren Mann Jamie fand ich toll charakterisiert und echt. Genauso wie alle anderen Charaktere, die kein einziges Mal stereotypisch gewirkt haben. Sie waren alle ganz normale Menschen, wie es sie in jedem Land auf der Welt geben könnte. Was mich sehr positiv überrascht hat, war die Veränderung der Menschen auch um Ruby herum. Natürlich steht ihre im Vordergrund und ist auch größer als bei allen anderen, aber auch Nate verändert sich in einigen wichtigen Punkten, sowie ein paar andere Personen, von denen ich es nicht erwartet hätte. Ein weiteres Plus, ist die Dauer der Veränderung. Das Buch spielt sich in einem Zeitraum von etwa einem Jahr ab, unwichtige Zeitspannen werden einfach übersprungen und im Nachhinein kurz zusammengefasst, aber ich konnte die Veränderung der einzelnen Personen einfach nachvollziehen, weil sie sehr realistisch waren.

Der Schreibstil von Sarah Dessen war schlicht und einfach, an die Umstände der Protagonistin Ruby angepasst, aber er hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Einfachheit mit der sie ihre Geschichte erzählt, war sehr fesselnd.
Sarah Dessen ist bestimmt schon für viele eine Autorin die wunderbare Contemporary Romane schreibt und ich empfehle sie allen weiter, die sie noch nicht kennen. About Ruby ist ein tolles Buch für welche, die es mal mit ihr probieren wollen. Trotz der ruhigen Handlung ist About Ruby eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe.

{Rezension} City of Bones


City of Bones// City of Bones. The Immortal Instruments, Book 1
von Cassandra Clare
Chroniken der Unterwelt #1
Broschiert // 504 Seiten
ISBN: 978-3401502601
Preis: 13,99 €



Gut aussehend, düster und sexy, das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos, so fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird, denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss Clary schleunigst ein paar Antworten finden sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!


Sehr, sehr viele haben ja schon die Chroniken der Unterwelt gelesen und die Rezensionen sind eigentlich alle gut. Also kaufte ich mir die broschierte Ausgabe, weil die gebundenen Bücher doch eine ganze Ecke teurer sind. Und ich bereue es nicht. Das Buch ist ja nicht so dick, aber durch das Format, die dünnen Seiten und die kleine Schrift, kommt da schon eine ziemlich lange Geschichte zusammen.

Der Bereich Dämonen und Schattenwesen ist ja noch nicht so ausgeschlachtet wie gewisse andere Bereiche der Fantasyliteratur (fängt mit V an und hört mit ampire auf). Es ist jetzt eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe, aber selten hat es mir so viel Spaß gemacht ein Buch zu lesen für das ich länger als drei Tage brauchte. Der Spannungsbogen war einfach toll konstruiert und nie lies die Spannung nach. Es war jetzt nicht so, dass Clair und Jace von einem Kampf in den nächsten geworfen wurde, es war vielmehr die Suche nach der Antwort, die mich so fesselte. Man erfährt immer Stück für Stück mehr über die Schattenjägerwelt und über die Bösewichte, dass ich einfach weiterlesen musste.

Clary war mehr oder weniger die Hauptperson des Buches und obwohl das Buch in der dritten Person geschrieben ist, kam es mir so vor, als ob es doch in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Wenn ein Autor das hinkriegt, ist das eine tolle Leistung, aber ich habe mich manchmal gefragt wieso sie nicht gleich in der ersten Person geschrieben hat. So nah hat Cassandra Clare mir Clary gebracht. Die anderen (Haupt)personen Simon, Jace, Alex und Isabella fand ich auch ganz gut charakterisiert, auch wenn sie nicht längst so genau wie Clary waren. Ein wenig irritiert haben mich die Geschwister Alex und Isabella. Alex hat Clary eindeutig gehasst, ohne Grund und ich habe mich immer wenn Alex einen seiner Ausbrüche hatte (und es gab einige von ihnen), habe ich mir gefragt, was bei dem Typen los ist. Diese Frage ständig im Hinterkopf haben zu müssen hat mich sehr irritiert (es war, als ob man etwas Wichtiges vergessen hat, aber sich nicht dran erinnern kann). Auch Isabellas Abneigung, die mit Eifersucht begründet wurde, habe ich nicht verstanden. Klar es ist doof, wenn alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, aber es sollte schon einer Begründung geben. Gab es leider nicht und das ist ganz klar ein Minus. Simon und Jace waren zwei tolle Typen und ich bin echt froh, dass es nicht eine Art Dreiecksbeziehung geworden ist.

Der Schreibstil von Cassandra Clare, war jetzt nicht so besonders, aber er war einfach, funktional und sie versteht es Spannung aufzubauen. Er nahm mich gefangen und so sollte ein guter Schreibstil auch sein.


Eine tolle, komplexe Fantasygeschichte, die auf jeden Fall Potenzial für mehr hat und ich bin sehr gespannt wie sich das mit Isabella und Alex weiterentwickelt. Außerdem bin ich gespannt ob es noch eine Liebesgeschichte geben wird und wie es mit Clarys Mutter weitergeht. Das Ende ist in sich abgeschlossen (zum Glück, für mein Portemonnaie, das schon protestiert), aber lässt Raum für die weiteren Bände. 4,5 Federn. Jeij!


Reihe




An alle die die Reihe kennen: City of Bones, City of Ashes und City of Glass ist einer Trilogie, oder? Was sind dann City of fallen Angels und City of lost Souls? Gehören die auch noch dazu oder sind das eher so Nachfolgebände? Wäre toll wenn mir jemand das sagen könnte. :)

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